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ich mag mich

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Der Menütitel ist etwas anderes, als Sie/du erwartet habt. Eigentlich hätte ich die Worte: Verantwortung oder Souveränität hinschreiben sollen. Aber ich konnte viele Jahre mit dem Wort Verantwortung überhaupt nichts anfangen. Meine Mutter sagte es zu mir oft, als ich eine Heranwachsende war, ich solle Verantwortung übernehmen. Sie konnte es mir aber nicht wirklich erklären, was sie damit eigentlich von mir erwartete. Genau das ist es nämlich. Es wird von uns als Kind dauernd irgendetwas erwartet. Am Besten ist man so wie die Eltern, aber nein. Man wird so wie seine Eltern. Am Besten ist man wie ein menschlicher Roboter, der Gedanken lesen kann. Weil die Eltern oft gar nicht selbst wissen, was sie wollen, werden sie wütend, wenn man sie stört. Im Grunde stört man als Kind oder Heranwachsender ständig. Denn man will nun auch etwas Essen, macht irgendwann auch den Kühlschrank auf und nimmt sich etwas, wo sich die Mutter oder der Vater früher sicher waren, das es ihnen keiner wegfuttert. Auf einmal ist das Kind auch morgens, mittags und abends da und spricht. Es hat eigene Ansichten und eine eigene Persönlichkeit entwickelt sich. Eltern, die nicht ihre Mitte gefunden haben, die nicht in sich ruhen, bekommen innerlich Stress. Diesen können sie nicht verarbeiten, weil das Kind den Stress durch pure Anwesenheit auslöst. Also wird man ärgerlich und fängt an, die Wut am Kind auszulassen. Nicht jeder züchtigt sein Kind körperlich. Es gibt auch genug andere Arten jemanden spüren zu lassen, daß er unerwünscht ist. Nicht das das Kind an sich unerwünscht ist. Nein, das Kind damals zu bekommen war ein starker Wunsch und als Kleinkind hat man es sehr geliebt. Nur jetzt beginnt das Kind sich zu entwickeln, es beginnt Sich-Selbst zu sein. Eltern, die selbst noch unreif sind oder nie Verantwortung übernommen haben, weil ihnen alles abgenommen wurde, weil sie selbst überbehütende Helikoptereltern hatten, kriegen dann regelrecht Stresszustände und fühlen sich überfordert. Oder die anderen Eltern, die ihr Kind vermeintlich sehr sehr lieben und ihm - wie sie es von ihren Eltern erfahren haben - alles abnehmen und das Kind keinerlei Erfahrung machen lassen. Das sind vornehmlich die Mütter, die ihren Kindern im Sandkasten einen Fahrradhelm aufziehen.

Was hat das mit Verantwortung zu tun? Und warum schreibe ich diese Zeilen auf der Webseite für die neue deutsche Gesellschaft? Weil wir gerade in einem historischen Zeitenumbruch leben und ich erwarte, daß wir nach dem Abschluß des Umbruchs, wenn der Aufbau beginnt, nur Leute die neue deutsche Gesellschaft bringen sollten, die wissen, wer sie sind und was sie wollen (
meiner Meinung nach gehören auch die Österreicher und Schweizer dazu). DAS ist meine Auffassung von Verantwortung. Leute übernehmen Verantwortung für sich und ihr Handeln. Ich kann auch so formulieren: Sie übernehmen die Haftung für ihr Tun. Der Mensch kann aber nur dann Verantwortung oder Haftung für sich übernehmen, wenn er in sich ruht, sich selbst bewußt ist und weiß, was er kann und weiß, was er will.

Nun, wie finde ich heraus, was ich will? Meiner Meinung nach, muß man vorher erst ein wenig zur Ruhe kommen und zu sich kommen. Damit meine ich jetzt nicht, daß man anfängt Yogaübungen zu machen, Mantras zu singen oder zu meditieren. Das kann man natürlich auch tun. Für den Anfang schlage ich vor, daß ihr in die Natur geht. Nicht jeder hat einen Wald vor der Haustüre, aber vielleicht hat man einen kleinen Park oder eine Alleestraße in der Nähe, wo man sich auf eine Parkbank setzen kann. Wer Atemübungen machen möchte, bitte. Aber wichtiger ist, daß man dann dort draußen anfängt, seine Gedanken zu sortieren und sich Fragen zu stellen.
Bin ich gerne hier draußen? Oder lieber in der Wohnung wie ein Stubenhocker?
Stehe ich gerne früh auf oder bin ein Langschläfer?
Mag ich Pflanzen, Bäume?
Mag ich Tiere, damit meine ich nicht, ob ich ein Haustier habe und es mag. Sondern - könnte ich eine Arbeit mit Tieren machen?
Wie kleide ich mich? Ist es mir wichtig, was ich anziehe? Sind mir Markenkleidungsstücke wichtig?
Arbeite ich lieber in einem Büro oder tue etwas mit meinen Händen. Denn demnächst wird Büroarbeit sehr unwichtig sein und es kaum noch welche als berufliche Arbeit geben. Aber zumindest sollte man sich das fragen.
Hätte ich ein Problem, mit Holz zu arbeiten? Oder mit Lehm? Oder mit Beton? Oder mit Metall? Mit Leder?
Würde ich gerne Essen herstellen oder verarbeiten? Marmelade einkochen? Pflaumen einwecken? Kuchen backen? Oder Essen ausgeben?
Würde ich gerne Obst ernten, also im Baum herumklettern und Äpfel pflücken oder Mirabellen ernten oder Johannisbeeren?
Wäre das Schreinern oder Zusammenbauen von Möbeln etwas für mich?
Oder traue ich mir zu, einen kleinen Laden zu haben, wo ich Kleidung verkaufe? Oder Schuhe? Oder Eisenwaren?

Meine Rubriken sind sehr allgemein gehalten. Deshalb, weil sie groß sind. Hier kann sich jeder einbringen. Es gibt so vieles, was man tun kann in der neuen deutschen Gesellschaft. Für jeden wird etwas dabei sein. Schaut euch in Ruhe die Rubriken an. Meine Texte sind Denkanstöße. Ich kann ja hier nicht jedes Gewerk und jede mögliche Arbeit auflisten. Und ich maße mir auch nicht an, vollkommen zu sein. Nein - der Sinn der Plattform ist, auch wenn sich hier keiner einträgt, daß ihr für euch überlegt und herausfindet, was ihr künftig machen wollt, um in eurer Mitte zu sein, um euch durch die künftige Beschäftigung zu spüren, um Lust daran zu haben, es soll Spaß machen, was ihr tut.

Und nun kommen wir zu dem wichtigsten Punkt. Wir müssen dauerhaft wieder zu uns kommen. Uns selbst spüren. Uns wieder mit uns verbinden. Das klingt gut. Aber wie mache ich das? Hier möchte ich Herrn Gerald Hüther zitieren, der meiner Meinung nach diese Frage am Besten beantwortet: Ich mache nur noch etwas, was mir gut tut. Ich bin liebevoll zu mir selber.
Er nennt es auch: Die Lebendigkeit wiederfinden und seine Bedürfnisse freilegen.

Nun frage ich mich, ob ihr Leser das versteht. Ich denke, man liest das und fragt sich dann immer noch: Und? Wie soll ich das anstellen?
Meine Antwort wäre, daß man egoistisch wird und sich an erster Stelle setzt. Wenn ich Herr über mich selbst werden will und selbst bestimmen soll, was ich will und tue, ist es das, was man bisher egoistisch nennt. Das erinnert mich an ein Buch von früher mit dem Titel: Die Kunst, ein Egoist zu sein. Der Titel sagte eigentlich schon alles und im Buch gab es dann nur noch Praxisbeispiele.

Zu einem gesunden Egoismus, der bei euch jetzt der neue Trend wird, kommt dann noch die Entdeckerfreude, die Gestaltungslust und die Lernfreude. Diese Worte habe ich aus Herrn Hüthers Vorträgen. Ich denke, er wird es mir verzeihen, daß ich ihn nicht vorher gefragt habe, seine Worte zu zitieren. Aber diese drei Substantive sind wohlformuliert und auf den Punkt gebracht, die Antwort.

Wenn diese Webseite euch zum intensiven Nachdenken anregt, euch inspiriert und euch in ein Tun bringt, habe ich mein Ziel erreicht: Tolle Menschen zu finden, mit denen man in die neue deutsche Gesellschaft starten kann.                                                               

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